Wenn ich an Bildung denke…

von Carolin Waldmann

Wenn ich an BILDung denke, kommen mir mehrere BILDer in den Kopf…Das eine Bild ist ziemlich starr, die Menschen auf dem Bild sehen leblos aus und ihre Passivität spiegelt sich in ihren trüben Augen und ihrem gesenkten Kopf wieder. Durch ihren gesenkten Kopf ist ihr Blick ganz limitiert sie sehen nur das schwarz-weiß bedruckte Papier. Dadurch färbte sich mit der Zeit auch in ihnen ein Schwarz-Weiß-Denken. Das Wissen, was man versucht ihnen zu vermitteln, erscheint hierbei genauso leblos, wie sie selbst und das Lernen ist nur ein Mittel zum Zweck. So bleiben sie vom wirklichen Lernen fremd.

Das andere Bild, was sich mir in den vergangenen zwei Jahren bildete, zeigt eine Gruppe von Menschen, welche bewegt sind von der Welt und sich auf den Weg machen für die Welt. Sie gehen ihren freien Lernweg, der sie lebendig werden lässt und ihre Fragen hierbei ihre Wegweiser sind. Diese bunte Bildungslandschaft, die sie dabei entdecken, lässt sie neue Wege gehen. Sie müssen nicht vorgegebene Lernwege durchLAUFEN, die sie nicht zu ihrem Ziel führen. Sie dürfen ihre eigenen Lernwege finden und ihre eigenen Brücken bauen zwischen ihren alten und neuen Vorstellungen von sich und der Welt. Sie folgen dem Wissen, was sie bewegt, damit sie auch etwas in der Welt bewegen können. Auf ihrem Weg übernehmen sie SelbstverANTWORTung für die Antworten ihrer vielen Fragen, die aus ihrer innewohnenden Neugier und Begeisterung für die Welt erwachsen.

Jeder hat wohl zu BILDung ganz viele BILDer im Kopf. Aber vielleicht hast auch du dich in diesen beiden Bildern wiedererkannt. Nach der Schule habe ich mich mit dem Wissen über die freien Bildungsalternativen ganz bewusst für das zweite Bild entschieden. Denn für mich trägt das Lernen viel belebendes Potenzial in sich. Denn auf meinem Lernweg kann ich wieder zum spielerischen Entdecker der Welt werden und bewusst wahrnehmen, was gerade in mir lebendig ist. Und dann diese Lebendigkeit durch meine Aufmerksamkeit und kreative Lernwege weiterwachsen lassen.

Hierbei bin ich extrem dankbar, dass mir die freien Bildungsalternativen solch eine neue Perspektive/ ein neues Bild geschenkt haben, was in mir meine Lernlust und Begeisterung wieder lebendig werden ließ. Denn nun ist meine Welt viel bunter und nicht mehr vom Schwarz-Weiß-Denken von Schule, Studium und Ausbildung gefärbt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.